Wie schreibe ich ein Buch? In 5 einfachen Schritten zum Buch

Lieben Sie es, sich Geschichten auszudenken, Charaktere und Handlungen zu erschaffen und Ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen? Insgeheim träumen Sie daher schon länger davon, ein eigenes Buch zu schreiben und Autorin oder Autor zu werden – es gibt nur ein Problem: Wie schreibt man ein Buch eigentlich? Dieser wichtigen Frage widmen wir uns in diesem Beitrag. Wir geben Ihnen eine Anleitung, wie Sie in nur fünf Schritten ein Buch schreiben: Sie erfahren, wie Sie Buchideen finden und eingrenzen und welche Schreibstrategie zielführender ist: plotten oder drauflosschreiben? Außerdem lernen Sie, wie Sie Ihren Schreiballtag planen und wichtige Grundlagen des Schreibhandwerks kennen. Zum Schluss geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihr Manuskript überarbeiten und fertigstellen. Bereit? Los geht’s!

Ein Buch schreiben Schritt für Schritt:

  1. Buchideen finden und eingrenzen
  2. Plotten oder drauflosschreiben?
  3. Schreibzeiten und Routine finden
  4. Alles Handwerk oder Talent?
  5. Feedback einholen und Manuskript überarbeiten

 
 

1 Am Anfang war die Idee: Buchideen finden und eingrenzen

Frau in einer BibliothekUm ein gutes Buch zu schreiben, brauchen Sie eine gute Idee. Logisch! Vielleicht haben Sie bereits eine erste Idee, während Sie diesen Beitrag lesen. Super, bitte merken! Falls nicht, seien Sie jederzeit bereit, von einer Buchidee überrascht zu werden. Ob bei Spaziergängen, den täglichen Blick in die Nachrichten oder einem Besuch in Ihrem Lieblingscafé – wenn Sie aufmerksam durch das Leben schreiten, finden Sie sicherlich schnell eine interessante Idee, worüber Sie ein Buch schreiben können. Gewöhnen Sie sich an, alle Buchideen in einem Notizbuch oder einer Notiz-App zu notieren – und zwar ungefiltert und ohne Wertung. Das kann ein Thema, eine Situation, ein Gesprächsfetzen, nur ein Wort oder ganze Sätze sein. Schreiben Sie alles auf – aussortiert wird später!

Beschäftigen Sie sich neben den äußeren Inspirationsquellen auch mit Ihren inneren Wünschen und Vorstellungen. Stellen Sie sich dazu die Fragen:

  • Welches Genre passt zu mir?
  • Welche Geschichten erzähle ich am liebsten?

Möchten Sie beispielsweise einen Liebesroman oder ein Kinderbuch schreiben? Soll es ein spannender Krimi, Thriller oder ein abenteuerreicher Fantasy-Roman werden? Oder: In welchen Bereichen kennen Sie sich besonders gut aus? Ihr Expertenwissen teilen Sie am besten in einem Sachbuch oder Ratgeber. Wollen Sie Ihre interessanten Erlebnisse und Erfahrungen weitergeben? Dann können Sie zum Beispiel Ihre eigene Biografie schreiben oder einen Reiseführer schreiben. Egal für welches Buchgenre Sie sich entscheiden – das Thema muss zu Ihnen passen und Sie langfristig faszinieren.

Hilfreich sind ebenfalls Schreibübungen und Kreativitätstechniken, wie Brainstorming und Mindmapping. Denn diese helfen Ihnen nicht nur dabei, noch mehr neue Ideen zu sammeln, sondern sie auch auszuarbeiten. Sie werden schnell feststellen, welche Ihrer Ideen das meiste Potenzial für einen spannenden Plot verspricht. Anleitungen zu verschiedenen Schreibtechniken erhalten Sie in unserem kostenlosen Whitepaper “Buch schreiben”.

Kann jeder ein Buch schreiben?

Absolut! Wir sind fest davon überzeugt, dass in jedem Menschen eine Autorin oder ein Autor schlummert. Sie brauchen nur eine Idee, eine Portion Mut sowie etwas Ausdauervermögen, wenn Sie ein Buch schreiben möchten. Ob für den Privatgebrauch, als Geschenk oder als Veröffentlichung – jede*r kann sich den Traum vom eigenen Buch erfüllen!

 
 

2 Die Idee mit Leben füllen: Plotten oder drauflosschreiben?

Nach der ersten Ideenfindung wählen Sie Ihre Lieblingsidee, an der Sie weiterarbeiten möchten. Nun ist es an der Zeit, diese Idee mit Leben zu füllen. Wahrscheinlich fragen Sie sich jetzt: Wie schreibe ich ein Buch am besten – erst plotten oder gleich drauflosschreiben? Und was bedeutet “plotten” eigentlich?

Als Plot wird das Handlungsgerüst einer Geschichte bezeichnet. Beim Plotten geht es demnach darum, dieses Gerüst zu erstellen und den Verlauf Ihrer Geschichte im Voraus zu planen. Puh, klingt nach ganz schön viel Zusatzarbeit, oder? Ja und nein. Jede Vorgehensweise hat Vor- und Nachteile.

Wenn Sie Ihre Geschichte zuerst strukturieren und die Handlung genau ausarbeiten, haben Sie anschließend immer das Gesamtbild vor Augen. Sie wissen zu jedem Zeitpunkt, was in Ihrer Geschichte passiert und was als nächstes geschehen wird. Auf diese Weise können Sie sich an Ihrer Handlungsstruktur entlanghangeln, wenn Sie Ihr Buch schreiben. Sie können sich besser auf die einzelnen Szenen fokussieren und vermeiden Sprünge im Handlungsablauf.

Die Gefahr beim Plotten liegt jedoch darin, dass Sie Ihre Struktur zu fest geschnürt haben und sich zu wenig kreativen Freiraum lassen. So kann Ihre Geschichte langweilig und bedeutungslos werden. Wenn Sie stattdessen drauflosschreiben, können Sie zwar Ihre Kreativität frei entfalten, sind jedoch anfälliger für Fehler in Ihrer Geschichte und müssen mehr Zeit in die Nacharbeit investieren.

Die Lösung: Finden Sie für sich die richtige Mischung aus Struktur und Freiraum. Gute Vorarbeit ist die halbe Miete – oder besser gesagt das halbe Buch. Die kreative Komponente beim Buch Schreiben darf jedoch nicht zu kurz kommen. Das gilt natürlich nicht nur für belletristische Titel, sondern auch für Sachbücher.

Beim Plotten ist es wichtig, dass Sie die Eckpunkte Ihres Buchprojekts kennen. Beantworten Sie dazu die folgenden Fragen:

Fragestellungen für Belletristik:

  • In welchem Genre wollen Sie schreiben?
  • Was ist das Thema? Was ist Ihr Leitmotiv?
  • Wer sind Ihre Haupt- und Nebenfiguren? Wer ist Protagonist, wer Antagonist?
  • Wie charakterisieren Sie Ihre Figuren? Wie entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte?
  • An welchen Handlungsorten spielt sich das Geschehen ab?
  • In welchem Jahr(hundert) spielt die Geschichte? Zu welcher Jahreszeit?
  • Wie lang ist die Erzählzeit?
  • Aus welcher Erzählperspektive möchten Sie Ihre Geschichte schildern?
  • Welche Erzählstruktur passt zu Ihrer Geschichte? Z. B. Drei-, Fünf-, Sieben-Akter oder Heldenreise?
  • Welcher Konflikt baut sich während der Handlung auf?
  • Welche großen Wendepunkte bringen die Geschichte voran?
  • Was passiert am Höhepunkt der Handlung, an dem der Konflikt eskaliert?
  • Wie wird der Konflikt am Ende durch den Protagonisten gelöst? Gibt es ein Happy End oder einen tragischen Schluss?

Fragestellungen für Sachbücher:

  • Was ist das Hauptthema des Sachbuchs?
  • Welche Probleme können Menschen mithilfe Ihres Buchs lösen?
  • Welches Vorwissen sollten Sie dem Leser geben?
  • Welche angrenzenden Themen könnten relevant sein?
  • Welche Fragen stellen Menschen häufig zum gewählten Buchthema?
  • Gibt es Mythen, Vorurteile oder Irrtümer zum Thema, die Sie aufräumen können?
  • Mit welchen Erlebnissen und Beispielen können Sie Ihr Sachbuch persönlicher gestalten?
  • Zu welchen Aspekten ist weitere Recherche notwendig?

Ihre Antworten können Sie nun strukturieren und als Basis für Ihren Plot verwenden. Möglichkeiten zum Plotten finden Sie auch in Programmen für Autoren, wie StoryIt und Scrivener. Einen sehr detaillierten Plot erhalten Sie außerdem mit der Schneeflockenmethode.

Unser Fazit: Ob Sie plotten oder drauflosschreiben, ist letztlich eine Typfrage. Probieren Sie gern beide Varianten aus und entwickeln Sie eine Vorgehensweise, die am besten zu Ihnen passt. Für Debütautorinnen und -autoren ist es jedoch durchaus ratsam, sich erst eine Struktur zu erarbeiten, bevor sie mit dem Schreiben des Buchs beginnen.

Wie schreibe ich ein Buch am PC?

Die Zeiten, in denen Schriftsteller alle Bücher mit Papier und Stift geschrieben oder auf der Schreibmaschine getippt haben, sind glücklicherweise vorbei. Heutzutage gibt es eine große Auswahl an Software zum Buch schreiben: Programme und Webseiten für die Ideenfindung, für das Sammeln und Organisieren von Recherchematerialien, zum Plotten, zum Buch schreiben und gestalten. Entdecken Sie unsere Übersicht mit hilfreichen Tools für Autoren und – falls Sie gern mobil arbeiten – Apps zum Buch schreiben. Damit Sie gleich mit dem Schreiben Ihres Buchs loslegen können, stehen Ihnen zudem unsere Word-Formatvorlagen zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 
 

3 Den Schreiballtag planen: Schreibzeiten und Routine finden

Bis hierher haben Sie schon viel geschafft und aus einer vielversprechenden Idee einen Plot erstellt. Sie brennen für Ihr Buchprojekt und möchten jetzt am liebsten mit dem Buch schreiben loslegen? Bevor es soweit ist, sollten Sie Ihre Schreibzeit vorbereiten. Organisieren Sie Ihre Schreibtage und entwickeln Sie Ihre eigene Routine. Nur so können Sie langfristig produktiv arbeiten.

Neben dem Vollzeitjob, Studium oder Familienleben auch noch Zeit zum Schreiben Ihres Buchs zu finden, ist nicht einfach, aber machbar. Daher ist es so wichtig, dass Sie sich feste Schreibzeiten setzen. Sehen sich Ihre Kalenderplanung für die nächsten Wochen an und blocken Sie mindestens einen freien Slot pro Tag, um an Ihrem Buchprojekt zu arbeiten. Finden Sie auf Anhieb keine? Dann überlegen Sie, wie Sie sich gezielt Zeit freischaufeln können. Stehen Sie beispielsweise eine Stunde früher auf, nutzen Sie den Mittagsschlaf der Kinder oder verzichten Sie darauf, Ihre Lieblingsserie zum x-drillionsten Mal auf Netflix anzusehen.
Ob drei Stunden oder 30 Minuten – jede Minute, in der Sie an Ihrem Buch schreiben, ist besser als keine. Tragen Sie Ihre Schreibzeiten als Termin in Ihren Kalender ein. Das ist viel verbindlicher als der Gedanke, morgen mal wieder etwas für’s Buchprojekt tun zu müssen. Aber keine Sorge, nichts ist in Stein gemeißelt. Sollten Sie merken, dass Sie morgens nicht kreativ arbeiten können, verschieben Sie Ihren Schreibtermin auf eine andere Tageszeit.

Noch effektiver arbeiten Sie, wenn Sie sich für jede Schreibzeit zusätzlich ein Ziel setzen. Möchten Sie beispielsweise eine konkrete Szene, ein Kapitel oder eine bestimmte Wortzahl erreichen? Als unerfahrene*r Schriftsteller*in ist es nicht so einfach, letzteres einzuschätzen. Beobachten Sie daher an den ersten Schreibtagen, wie viele Wörter Sie durchschnittlich tippen. Nehmen Sie sich vor, diese Zahl von Mal zu Mal zu erhöhen, bis Sie auf einem konstanten Niveau sind. Wenn Sie täglich 1.000 Wörter schreiben, haben Sie bereits nach 30 Tagen eine Rohfassung mit 30.000 Wörtern geschafft – wow! Vielleicht sind Sie dann sogar mutig genug, sich eine Frist für Ihren ersten Entwurf zu setzen. Zusatzpunkte, wenn Sie jemandem von Ihrer Deadline erzählen. Das spornt Sie an!

Schreibplatz mit Laptop Notizbuch Tablet Kaffee PflanzeAbgesehen von festgelegten Schreibterminen und Zielen brauchen Sie eine gute Arbeitsatmosphäre. Richten Sie sich ein Schreibzimmer ein oder zumindest eine Schreibecke. Einen Platz, an dem Sie ungestört Ihr Buch schreiben können, den nur Sie benutzen und dort am Ende der Schreibsession alles bis zum nächsten Mal stehen und liegen lassen können. Legen Sie sich an Ihrem Schreibplatz alles zurecht, was Sie brauchen könnten: zum Beispiel Ihr Notizbuch voller Ideen, Papier und Stifte, eine Pinnwand für kreative Übersichten, Kopfhörer, um sich von der Welt abzuschotten, sowie Getränke und Nervennahrung. Die Devise: Bloß nicht aufstehen und wertvolle Schreibzeit beim Suchen vergeuden. Und wenn Sie doch einmal Abwechslung benötigen, probieren Sie einfach eine andere Umgebung aus. Wie wäre es mit Ihrem Lieblingscafé, einer Bibliothek, einem Park, Ihrem Garten oder am Strand? Solange Sie Ihren Laptop, Ihr Tablet, Ihr Smartphone oder Papier und Stift dabei haben, können Sie überall Ihr eigenes Buch schreiben.

Kurzgesagt: Sehen Sie die ersten Wochen als Testphase an, in der Sie entdecken, zu welchen Zeiten und in welcher Umgebung Sie am besten an Ihrem Buch schreiben. Passen Sie die Gegebenheiten an Ihre Bedürfnisse an und entwickeln Sie auf diese Weise nach und nach Ihre eigene Schreibroutine. Schon bald gehört das Schreiben zu Ihrem Alltag!

Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben?

Wie lange es dauert bzw. wie schnell man ein Buch schreiben kann, ist von Autor*in zu Autor*in sehr individuell und von vielen Faktoren abhängig: Welche Art Buch Sie schreiben und wie umfangreich der Inhalt geplant ist. Ein Kinderbuch oder eine Novelle sind beispielsweise in der Regel kürzer als ein Sachbuch oder ein Roman für Erwachsene. Es kommt außerdem darauf an, wie viel Zeit Sie zum Schreiben haben, wie produktiv Sie dabei sind und ob Sie viel für Ihr Buchprojekt recherchieren müssen. So ist es machbar, dass Sie Ihr Buch in sechs Wochen, drei Monaten oder mehreren Jahren schreiben. Oder Sie arbeiten darauf hin, wie beim NaNoWriMo innerhalb eines Monats den ersten Romanentwurf mit 50.000 Wörtern anzufertigen. Letztlich ist Durchhaltevermögen wichtiger als Schnelligkeit. Denn: Ein Buch zu schreiben ist ein Marathon und kein Sprint.

 
 

4 Ein gutes Buch schreiben: Alles Handwerk oder Talent?

Buch schreibenNach all der Vorbereitung können Sie nun endlich mit der eigentlichen Arbeit anfangen und Kapitel für Kapitel Ihr Buch schreiben. Auch hierbei gibt es einige Punkte zu berücksichtigen, damit am Ende nicht einfach nur ein Buch entsteht, sondern ein gutes Buch. Sie müssen dazu auch nicht überaus talentiert sein und schon zu Schulzeiten Ihre Deutschlehrer mit Ihren Aufsätzen in Extase versetzt haben. Denn: Ja, Sie können lernen, wie man ein Buch schreibt. Und das ist gar nicht so schwierig, wie Sie jetzt vermutlich denken. Am wichtigsten ist es, den Leserinnen und Lesern einen spannenden Buchinhalt zu bieten. Mit einem Talent zum Schreiben fällt es Ihnen wahrscheinlich einfacher, wohlklingende Texte zu formulieren und Schreibblockaden zu überwinden. Der Großteil ist aber solides Handwerk. Wenn Sie sich bereits vorab mit den Grundlagen des Schreibhandwerks beschäftigen, müssen Sie im nächsten Schritt weniger überarbeiten.

Bauen Sie Spannung auf.

Gute Geschichten folgen einem bestimmten Schema im Aufbau der Handlungsstränge. In der Regel wird zu Beginn der Leser an die Figuren, den Schauplatz und die Handlung herangeführt und nach und nach Spannung aufgebaut. Es entsteht ein Konflikt, der am Höhepunkt der Geschichte eskaliert. Anschließend fällt die Spannung wieder ab und der Konflikt am Ende durch den Protagonisten gelöst. Zu den bekanntesten Erzählstrukturen gehören der Drei-, Fünf- und Sieben-Akter sowie die Heldenreise. Wenn Sie Ihre Geschichte mit einem solchen Schema im Hinterkopf schreiben, bauen Sie automatisch eine Grundspannung auf. Eine Anleitung für die genannten Erzählstrukturen erhalten Sie in unserem gratis Whiterpaper “Buch schreiben”.

Sorgen Sie dafür, dass immer wieder etwas schief geht und Ihre Hauptfigur mit sich selbst oder anderen Charakteren zu kämpfen hat. Besonders spannend wird es, wenn Sie das Tempo erhöhen und sich die Ereignisse überschlagen. Unterstützen Sie dramatische Ereignisse mit einem Cliffhanger, sodass das Kapitel mit einem offenen Ende abschließt. Die Leser*innen werden es dann nicht erwarten können, zu lesen, wie es weiter geht. So entstehen Pageturner. Vor allem viele Krimi- und Thriller-Autor*innen haben es mit rätselhaften Todesfällen und der Suche nach Indizien perfektioniert, die Lesenden auf eine Achterbahnfahrt mitzunehmen.

Bleiben Sie bei der gewählten Erzählperspektive.

Aus welcher Erzählperspektive können Sie Ihre Geschichte am besten erzählen?

  • Ein auktorialer Erzähler betrachtet die Welt von außen und weiß alles, was bisher geschah, gerade geschieht und noch geschehen wird.
  • Der personale Erzähler befindet sich im Geschehen und berichtet aus der Sie- oder Er-Form.
  • Am persönlichsten ist die Perspektive des Ich-Erzählers, der seine Erlebnisse und Gefühle subjektiv schildert. Dadurch fällt es Leser*innen einfach sich mit der Figur zu identifizieren.
  • Spannend kann es auch sein, wenn Sie Ihr Buch aus mehreren Perspektiven schreiben, z. B. die Kapitel abwechselnd zwischen zwei Figuren jeweils in der Ich-Perspektive. Diese Multiperspektive wird gern für Krimis und Thriller verwendet.
  • Bei Ratgebern hingegen werden die Leser*innen häufig direkt in der Du- oder Sie-Form angesprochen oder das Thema durch eine neutrale Erzählweise vermittelt.

Wenn Sie unsicher sind, welche Erzählperspektive zu Ihrem Buchprojekt passt, schreiben Sie dieselbe Szene aus verschiedenen Blickwinkeln. Wählen Sie anschließend ein Konzept, das Sie konsequent beim Buch Schreiben befolgen, denn ein wilder Wechsel zu vieler Perspektiven stört den Lesefluss.

Entwickeln Sie fesselnde Romanfiguren.

Jeder Roman lebt von seinen Figuren. Umso wichtiger, dass Sie lebendige und fesselnde Charaktere entwickeln. Niemand ist perfekt. Deswegen sollten es Ihre Romanfiguren auch nicht sein. Geben Sie Ihnen Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen sowie eine große Bandbreite an Emotionen. Denken Sie dabei in drei Ebenen:

  • Auf der physischen Ebene kreieren Sie das Äußere einer Figur, wie Alter, Größe, Augenfarbe, Haarlänge und Kleidung.
  • Bei der sozialen Ebene betrachten Sie Aspekte wie die familiäre Situation, den Freundeskreis, Bildungsstand, Beruf sowie die finanzielle Lage.
  • Zuletzt definieren Sie die psychische Ebene: Welche Träume, Sehnsüchte, Ängste und Geheimnisse hat die Figur? Ist sie extrovertiert oder introvertiert? Für welche Leidenschaft brennt sie? etc.

Alle drei Ebenen bedingen sich gegenseitig. So entstehen dreidimensionale Romanfiguren, mit denen sich die Leser*innen identifizieren und mitfühlen können.

Schreiben Sie dynamische Dialoge.

Wenn Sie Ihre Figuren sprechen lassen, geben Sie einen tiefen Einblick in ihre Innenwelt. Dabei hat jeder Charakter seine sprachlichen Eigenheiten, z. B. bestimmte Lieblingswörter. Mittels Dialoge können Sie Konflikte aufzeigen und Informationen vermitteln. Gute Dialoge treiben die Handlung voran. Sie sind dynamisch, spannend und klingen natürlich. Smalltalk gehört nicht dazu. Denn durch belangloses Gerede wird ein Gespräch schnell langweilig. Halten Sie die Aussagen daher möglichst kurz und bringen Sie sie auf den Kernpunkt.

Weitere wichtige Tipps zum Schreiben von Dialogen gibt Ihnen Tanja Steinlechner, Gründerin der Autorenschule Schreibhain, in unserem Videokurs:

Show don’t tell – Schreiben Sie bildlich.

Erwecken Sie Ihre Geschichte zum Leben, indem Sie die Szenen Ihres Buchs bildlich schreiben. Das gelingt Ihnen, wenn Sie in den Handlungen und Dialogen zeigen, was Ihre Figuren mit allen Sinnen wahrnehmen. Was sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken sie? Anstatt beispielsweise zu sagen, wie aufgeregt Ihre Figur vor dem bevorstehenden Bewerbungstermin ist, veranschaulichen Sie diese Emotion durch unruhiges Beintippeln, einem schnellen Atem und feuchten Handflächen. Dadurch können sich Leser*innen das Geschriebene bildhaft vorstellen. Sie sehen die Geschichte beim Lesen wie ein Film vor sich ablaufen und sind mit noch mehr Interesse am Geschehen dabei. Trauen Sie den Leserinnen und Lesern zu, aktiv mitzudenken und die Bedeutung hinter den Worten zwischen den Zeilen selbst zu entziffern.

Schreiben Sie für Ihre Leser*innen.

Möchten Sie ein Buch schreiben, um es anschließend zu veröffentlichen? Dann vergessen Sie nicht, beim Schreiben immer an Ihre Zielgruppe zu denken. Sie schreiben in erster Linie für Ihre Leser*innen, die sich etwas vom Kauf Ihres Buchs erhoffen – Informationen, Denkanstöße oder Unterhaltung. Dazu gehört es auch, dass Sie zum Beispiel Romanszenen verfassen, die Sie persönlich nicht reizen, jedoch die Handlung voranbringen. Oder Sie müssen in Ihrem Sachbuch Themen besprechen, die wichtig für das Verständnis der Leser*innen sind, Sie als Expert*in aber langweilen.

Korrigieren Sie erst nach dem ersten Entwurf.

Auch wenn es Ihnen anfangs schwierig erscheinen mag, korrigieren Sie Ihren Text nicht bereits während der Schreibphase. Denn damit unterbrechen Sie Ihren Schreibfluss. Verfassen Sie daher zuerst eine Rohfassung Ihres Buchs, bevor Sie Ihren Text anschließend überprüfen und Änderungen vornehmen.

 
 

Wenn Sie diese Grundlagen beachten, sind Sie auf dem richtigen Weg, ein gutes Buch zu schreiben. Fühlen Sie sich trotzdem noch unsicher beim Schreiben? Dann suchen Sie sich Schreibschulen, Schreibkurse oder Autorenstammtische – in Ihrer Nähe oder online – und tauschen Sie sich mit Expert*innen und anderen Schriftsteller*innen aus. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist generell immer empfehlenswert. So können Sie nicht nur voneinander lernen, sondern sich auch in schwierigeren Phasen gegenseitig unterstützen, zum Beispiel um Schreibblockaden zu überwinden.

 
 

Nummer 5 Der Feinschliff: Feedback einholen und Manuskript überarbeiten

Wow, bald geschafft! Das Ziel ist in Reichweite. Sie haben Ihr Buch fertig geschrieben. Nun ist es Zeit für den Endspurt: Holen Sie sich Feedback und überarbeiten Sie Ihr Manuskript. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich damit beeilen sollten. Im Gegenteil! Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Korrekturphase und zunächst ein paar Tage Abstand zu Ihrem Text. So starten Sie mit einem frischen Blick auf das Geschriebene. Schlecht korrigierte und lektorierte Bücher hinterlassen bei der Leserschaft einen unprofessionellen Eindruck. Fehler im Text unterbrechen den Lesefluss. Einige Leserinnen und Leser werden Ihr Buch deswegen beiseitelegen. Weitere Buchkäufe und Weiterempfehlungen? Unwahrscheinlich!

Buchstabendreher, fehlende Kommata, Groß- und Kleinschreibung, Wortwiederholungen – viele Fehler können Sie selbst beheben. Gehen Sie dazu Ihren Text mehrmals durch und achten Sie bei jeder Runde auf einen anderen Aspekt. Häufige Schreibfehler lassen sich schnell mit der “Suchen und Ersetzen”-Funktion Ihres Textverarbeitungsprogramms korrigieren.

Anschließend geben Sie Ihren Text anderen zum Lesen und bitten Sie sie um Feedback. Das ist besonders für Textabschnitte wichtig, bei denen Sie sich unsicher sind. Suchen Sie sich dafür Personen aus, denen Sie vertrauen und die ehrliche, konstruktive Kritik üben. Testleser finden Sie zum Beispiel auf Plattformen wie LovelyBooks.de. Fragen Sie auch Menschen, die wissen, wie man ein Buch schreibt. Wenden Sie sich an befreundete Autorinnen und Autoren oder professionelle Lektor*innen bzw. Korrektor*innen, zum Beispiel an eine*n unserer Buchprofis. Schauen Sie objektiv auf die Kritikpunkte und nehmen Sie sich diese nicht zu sehr zu Herzen. Sie haben das Buch geschrieben und Sie allein entscheiden, welche Punkte Sie annehmen und verbessern möchten. Überarbeiten Sie Ihren Text dementsprechend und lesen Sie ein letztes Mal Korrektur. Fertig! Sie haben es geschafft, Ihr eigenes Buch zu schreiben.

 

Wie viel kostet es, ein Buch zu schreiben?

EIn Buch zu schreiben kostet Sie vor allem eines: Zeit. Davon abgesehen brauchen Sie natürlich Schreibutensilien, zum Beispiel Papier und Stifte für Notizen, einen Computer mit Schreibprogramm und eine Internetverbindung für Online-Recherchen. Je nachdem wie professionell Sie Ihr Buchprojekt umsetzen und ob Sie externe Unterstützung in Anspruch nehmen möchten, wie Lektorat, Buchsatz, Illustrationen oder Covergestaltung, kommen weitere Ausgaben auf Sie zu. Solche Dienstleistungen sind nicht zwingend notwendig, jedoch bei einer geplanten Buchveröffentlichung zu empfehlen, wenn Sie diese Aufgaben nicht selbst adäquat übernehmen können.

Wie viel verdient man mit einem Buch?

Wie viel Sie mit einem Buch verdienen, liegt ganz in Ihren Händen. Als Self-Publisher legen Sie den Verkaufspreis und damit auch Ihr Honorar fest. Bei epubli erhalten Sie 70% des Nettoerlöses je verkauftem Exemplar. Mithilfe unseres Preisrechners bestimmen Sie ganz leicht, wie viel Sie mit jedem verkauften Buch verdienen würden.

 
 

Ihr Buch ist geschrieben – und nun?

Mein BuchGeschafft, Ihr Werk ist vollbracht! So einfach wird aus “Wie schreibe ich ein Buch?” ein stolzes “Ich habe ein Buch geschrieben!”. Grandioses Gefühl, oder?

Wie geht es nun weiter? Im nächsten Schritt müssen Sie Ihr Buch gestalten, also Ihren Text einheitlich formatieren und ein ansprechendes Cover erstellen. Anschließend können Sie mit epubli Ihr Buch drucken lassen und auf Wunsch sogar kostenfrei veröffentlichen – ganz ohne Verlag. Um viele Käufer auf sich aufmerksam zu machen, sollten Sie bei einer Veröffentlichung außerdem ordentlich die Werbetrommel rühren.

Zahlreiche Tipps und Tricks zu allen Phasen der Bucherstellung finden Sie auf unserem Blog, in unseren Newslettern sowie umfangreichen Whitepapern. Wir unterstüzen Sie gern dabei, sich Ihren Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen!

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  • Fehler beim Korrekturlesen zu vermeiden.

 
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17.02.2021 zuletzt geändert am: 04.06.2021 • Christin Haftmann
Kategorien: Schreibtipps,
Tags: Schreibtipps,